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thoughts

Port Douglas

Ich mache mir immer wieder einmal Gedanken über Folgendes: Was, wenn es keinerlei Werbung gäbe? Wie würde eine Stadt funktionieren und sein, wenn es darin weder Plakatwerbungen noch sonst irgendeine Art merchandising gäbe? Würden die Menschen andere Werte vorziehen, sich andere Gedanken machen? Wären sie zufriedener?
Es wäre so spannend, wenn eine Stadt einmal ein solches Projekt ausprobieren würde...
Wären die Menschen (wenn sie sich Werbung gewöhnt sind) unterfordert, wenn es plötzlich keine mehr gäbe? Wie wären Kinder, die so aufwachsen?
Nun habe ich tatsächlich von einem solchen Ort gelesen... (nun ja, ob das SO wirklich stimmt), und zwar sagt Billie Lloyd (local legend of Port Douglas, QLD, Australia): "The things that make Port Douglas special are what we don't have, no McDonald's, no advertising hoardings, and no building taller than a palm tree."
Leider heisst das wohl, dass dieser Ort ziemlich abgelegen ist und es deshalb nicht nötig hat oder so... aber was, wenn eine Grosstadt einmal einen Versuch dieser Art starten würde? Ich meine: Wäre es langweilig? Langweiliger?
Die Frage ist natürlich dann auch, wo man eine Grenze ziehen würde, ob auch schon die Chips-Packungen nicht mehr "vermarktet" werden dürften... oder ob es einfach keine TV- und Plakatwerbungen mehr geben dürfte.
2.11.07 17:12


drs3 und die freizeit

Ich mag DRS3, weil sie neben dem Mainstream-Sound, den man wahrscheinlich einfach bringen muss damit die Zuhörerquote stimmt, auch gute Sachen auflegen. Nun haben sie ja auch etwas an ihrem Moderatorenkonzept geschräubelt, damit sich der Hörer näher an den Menschen am Mikrophon fühlt. Das passt mir auch ganz gut, ist unterhaltsam und auch näher am Zuhörer dran, was heute sehr geschätzt wird.
Leider vermitteln einige Sprecher bei DRS3 aber eine Grundhaltung, die ich ganz komisch finde. Es gibt Leute, die schon am Mittwoch davon reden, dass das nächste Wochenende bereits in Sicht ist und wenn Michael Zetzi um 13.00 Uhr übernimmt, meint er, dass er den Hörern helfen will, dass der Feierabend so schnell wie möglich da ist oder irgendsowas. Er ist übrigens nicht der einzige.
Ich sehe nicht ein, weshalb man diese Einstellung bei den Hörern noch fördern soll, man könnte ja meinen, das Gehirn dürfe nur noch in den Pausen- und Feierabendzeiten eingeschaltet werden und in der Zwischenzeit funktioniert man einfach so. Das stört mich, das ist doch kein Leben. Warum das Radio so etwas noch pusht weiss ich auch nicht.
16.10.07 21:50


hockeymatch, leidenschaft

wir waren gestern in davos am hockeymatch. es war noch schwierig für mich, die atmosphäre und das spiel selbst zu geniessen, weil es das erste Mal war, dass jemand anders Jan ins Bett bringt als ich. Ausserdem ist es oft an Matches so, dass ich nicht einfach das Spiel schaue, sondern auch noch eine Menge anderer Dinge nebenher studiere.
Gestern waren wir also da. Das erste Drittel war im Lugano-Sektor eher ruhig, da der Tessinercar noch nicht da war (was eigentlich immer so ist). Wir assen in der ersten Drittelspause etwas und schon standen die ersten Davos-Fans bei der Trennwand (die Gäste sind jeweils gut abgeschirmt) und provozierten von sich aus die Luganesi. So Halbstarke waren das. Natürlich liessen sich einige auch provozieren.
Eine andere Situation beschäftigt mich: Nahe bei uns standen zwei Lugano-Fans mit Glatze, Londsdale-Pullovern und Springerstiefeln. Sie waren schon ziemlich voll und am lautesten waren sie wohl jeweils, wenn die andere Mannschaft heruntergemacht wurde, so war jedenfalls mein Eindruck. Irgendwann schaute einer nach hinten und winkte einen jüngeren Mann (eher ein Junge...) herbei: "He, Marco!" Er lotste ihn durch die Leute hindurch zu sich. Ein grosses Hallo, als er begrüsst wurde, er wurde umarmt, mit Handschlag begrüsst, er war willkommen. Marco hatte noch einen anderen Jungen dabei, der - glaube ich - kaum Ahnung von Hockey hatte. Marco meinte irgendwas von: "... jetz verschtaasch dänn, wie geil dases isch daa."
Ich glaube, darum geht es oftmals bei der ganzen Geschichte, wie jemand rechtsextrem (oder was weiss ich nicht alles) wird: Man gehört dazu, man ist jemand.
In der zweiten Drittelspause setzten wir uns hin und plötzlich gab es grosse Bewegung in die Menschenmenge bei uns in der Gastkurve. Viele Jungs im Alter der oben beschriebenen rannten hinaus, mindestens zwei Drittel aller Jungs verschwanden plötzlich. Irgendwann kam einer herein und meinte, draussen ginge die grosse Schlägerei ab...
Das letzte Drittel erlebte ich eher vom beobachtenden Standpunkt aus. Ich sah diese jungen Leute, die alles gaben, um eine Mannschaft anzufeuern. Sie waren leidenschaftlich, mit ganzer Seele dabei. Da kam mir die Aussage eines Kollegen in den Sinn, der jetzt an unserem alten Ort arbeitet. "Wenn die Männer anfangen, Gott mit ganzer Seele anzubeten, dann wird es für Satan gefährlich." Damals dachte ich, jaja, reicht ja nicht, wenn die Frauen das tun, scho guet.
Heute denke ich, dass er wohl recht hatte. In einem anderen Zusammenhang las ich mal (es ging um Ernährung), dass Männer in Sachen Ernährung, wenn es sie mal gepackt hat, viel strenger, fast sektiererisch werden.

Ich denke, darin liegt eine Art Geheimnis... das könnte man ja durchaus auch positiv polen.
13.10.07 17:15


verhältnis (eine antimathematische überlegung)

Ich bin echt beeindruckt... da Jan als Abendschoppen nun Zweidrittelsmilch kriegt, muss ich jeweils zwei Drittel Milch mit einem Drittel Wasser mischen. Letzthin mischte ich zu wenig und musste noch nachfüllen. Und da wurde mir bewusst, wie unselbstverständlich es ist, dass es Verhältnismässigkeit überhaupt gibt. Jetzt mal ganz unmathematisch betrachtet: Ist doch mega - ich fülle etwas in einem gewissen Verhältnis ein und wenn es nicht genug ist, fülle ich eine kleinere Menge wieder im selben Verhältnis ein und alles in allem stimmt es dann einfach wieder mit dem Verhältnis! Finde ich phänomenal.

[Wäre ich mathematisch etwas befähigter, könnte ich mich jetzt nicht an so etwas Logischem erfreuen... Aber vielleicht ist es ja wirklich nicht selbstverständlich und wir nehmen es einfach als solches an, da wir es nicht anders kennen...?!]
1.10.07 20:08


alleine sein mag ich nicht

Bin dieses Wochenende alleine, Dani ist in einem Leiterweekend. Ich BIN einfach nicht gerne alleine, vor allem nicht mit einer Perspektive von länger als einem Tag. Schrecklich! Bis jetzt war ich immer nach Hause gegangen wenn ich alleine war. Die letzten paar Male hatte ich das aber im Nachhinein eher bereut. Irgendwie bin ich dort einfach nicht mehr zu Hause, habe keinen Platz mehr dort, an dem ich sein kann. Das ist kein Vorwurf und gar nichts - es ist nur eine Feststellung. Wahrscheinlich ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, sich nochmals bewusst von zu Hause zu lösen (und das mit fast 27!). Warum kann ich denn nicht mal alleine sein?

Ehrlich gesagt hätte ich es heute gut ausgehalten. Naja, als Dani ging dachte ich, ich würde dieses Wochenende NIEMALS überleben alleine mit Jan. Ausserdem war unser süsser kleiner Sohn heute auch schön quengelig und mühsam. Keine Ahnung weshalb. Vielleicht war ihm irgendwie langweilig. Ich ging dann einkaufen, bzw. ich hatte es eigentlich vor. Und da treffe ich Esther mit den zwei Kindern. Lia hat mir durch die Scheibe des Autos hindurch geklopft und gewinkt. Normalerweise höre ich das nie. Ich war schon vorbei - kehrte mich nochmals um und sah das Auto vor der Apotheke. Als Esther herauskam sagte sie, sie hätten jetzt soeben ins Café gehen wollen, ob ich mitkomme. Der Kleine war zwar immer noch quengelig, aber nahe dran, einzuschlafen, also sagte ich zu. Wir bekamen den besten Platz für den Kinderwagen. Es tat mir so gut, ein Geschenk von Gott. Denn meine Verabredung von 11 Uhr kam um 13 Uhr für fünf Minuten. Gott hatte es gewusst. Danach ging es mir so gut, dass ich ebenso gut hätte zu Hause bleiben können. Hätte ich tun sollen! Naja - ich glaube, ich habe daraus gelernt.
23.6.07 21:09


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