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verhältnis (eine antimathematische überlegung)

Ich bin echt beeindruckt... da Jan als Abendschoppen nun Zweidrittelsmilch kriegt, muss ich jeweils zwei Drittel Milch mit einem Drittel Wasser mischen. Letzthin mischte ich zu wenig und musste noch nachfüllen. Und da wurde mir bewusst, wie unselbstverständlich es ist, dass es Verhältnismässigkeit überhaupt gibt. Jetzt mal ganz unmathematisch betrachtet: Ist doch mega - ich fülle etwas in einem gewissen Verhältnis ein und wenn es nicht genug ist, fülle ich eine kleinere Menge wieder im selben Verhältnis ein und alles in allem stimmt es dann einfach wieder mit dem Verhältnis! Finde ich phänomenal.

[Wäre ich mathematisch etwas befähigter, könnte ich mich jetzt nicht an so etwas Logischem erfreuen... Aber vielleicht ist es ja wirklich nicht selbstverständlich und wir nehmen es einfach als solches an, da wir es nicht anders kennen...?!]
1.10.07 20:08


bewegung

Bin Fahrrad gefahren! Endlich wieder einmal. Mit dem Kleinen im Anhänger. Mann hat das gut getan. Landschaftlich eignet sich das Chläggi schon viel besser dafür. In Bauma konnte man höchstens dem Tal entlang fahren, sonst hätte man gleich einen Hügel hinauffahren müssen und dafür müsste ich erst wieder Kondition aufbauen. Die kann ich aber nur aufbauen, wenn ich regelmässig Rad fahre, was ich ja eben nicht tat, wegen der geografischen Gegebenheiten.
Ehrlich gesagt hat's hier auch etwas lange gedauert, bis ich das in Angriff nahm und zwar vor allem, weil die Reifen nicht gepumpt waren... Bis ich das fertigbrachte! Das hat aber auch damit zu tun, weil man mit einem Baby einfach dreimal mehr planen und überlegen muss.
Ich bin froh, gibt es das Velo. Sonst könnte ich gar nichts mehr machen, das meinen Puls etwas in die Höhe bringt.
2.10.07 15:29


das pumaweibchen

Es war einmal ein ganz normaler Mensch. Eine Menschin, um genau zu sein. Sie arbeitete und lebte ganz normal, bis sie eines Tages bemerkte, dass sie im Begriff war, sich zu verändern. Es war ihr zeitweise übel und ihr Bauch wurde immer runder und grösser, obwohl sie gar nicht mehr ass (merke: Es war ihr ja zeitweise übel.). Sie merkte aber nicht nur an ihrem Körper, dass sie anders wurde, sondern auch in ihrem Herzen. Sie musste mehr weinen, hatte das Gefühl, dass sie rührselig werde. Manchmal brachte sie das so durcheinander, dass sie die Leute an ihrer Arbeitsstelle (genauer: Schülerinnen und Schüler) nicht ganz fair behandelte und manchmal auch etwas überreagierte.
Sie war schwanger.
Als das Baby dann auf der Welt war, ging war es nicht zu Ende mit den Gefühls-Veränderungen, im Gegenteil! Es wurde noch schlimmer. Nachdem es noch schlimmer geworden war, wurde es dann aber auch wieder etwas besser und dann - auch etwas anders. Sie blieb anders als vorher.
Eine grundlegende Veränderung konnte sie irgendwann in Worte fassen (die sie, zugegeben, von jemand anderem übernommen hatte, da sie ihr so treffend vorgekommen waren): Wenn es um ihr Baby ging, benahm sie sich wie ein Pumaweibchen, das seine Jungen mit allem beschützt, was es hat. Niemand, der ihr nur annähernd nicht passte durfte das Kind halten. Der Vater wurde aufs Genaueste beobachtet...

ich arbeite dran...
4.10.07 12:36


scharf essen

Ich habe irgendwo gelesen, dass scharfes Essen das Gemüt hebt. Das muss ich mir unbedingt merken für die Zeit, die jetzt anbricht. Wir leben jetzt nicht mehr in Bauma, wo es echt selten Nebel gab - und damals zu meinem Erstaunen auch im Winter Sonne - sondern wieder (wie dort, wo ich aufgewachsen bin) in einer Gegend, in der es jetzt im Oktober öfters bis mittags Hochnebel gibt. In den nächsten paar Monaten wird es dann noch extremer und wir sehen den Himmel und die Sonne tagelang nicht. Mir schlägt das aufs Gemüt und ich muss gut überlegen, wie ich dem, wo möglich, entgegenwirken kann.
Ich habe auch gelesen, dass man über Mittag unbedingt spazieren gehen soll, oder noch besser frühmorgens, weil dann die LUX-Zahl am höchsten ist.
Vielleicht gibt es deshalb zu Weihnachten schon seit Urzeiten den Brauch, dass man glänzende, farbige Sachen aufhängt. Wenn ich jedenfalls den neuen IKEA-Katalog durchblättere und die Neuheiten für Weihnachten sehe (die z.T. echt kitschig sind), dann bekomme ich innerlich glänzende Äuglein... . Irgendwie brauche ich etwas Kitsch und Gold und Glitzer in dieser Zeit.
9.10.07 08:40


hockeymatch, leidenschaft

wir waren gestern in davos am hockeymatch. es war noch schwierig für mich, die atmosphäre und das spiel selbst zu geniessen, weil es das erste Mal war, dass jemand anders Jan ins Bett bringt als ich. Ausserdem ist es oft an Matches so, dass ich nicht einfach das Spiel schaue, sondern auch noch eine Menge anderer Dinge nebenher studiere.
Gestern waren wir also da. Das erste Drittel war im Lugano-Sektor eher ruhig, da der Tessinercar noch nicht da war (was eigentlich immer so ist). Wir assen in der ersten Drittelspause etwas und schon standen die ersten Davos-Fans bei der Trennwand (die Gäste sind jeweils gut abgeschirmt) und provozierten von sich aus die Luganesi. So Halbstarke waren das. Natürlich liessen sich einige auch provozieren.
Eine andere Situation beschäftigt mich: Nahe bei uns standen zwei Lugano-Fans mit Glatze, Londsdale-Pullovern und Springerstiefeln. Sie waren schon ziemlich voll und am lautesten waren sie wohl jeweils, wenn die andere Mannschaft heruntergemacht wurde, so war jedenfalls mein Eindruck. Irgendwann schaute einer nach hinten und winkte einen jüngeren Mann (eher ein Junge...) herbei: "He, Marco!" Er lotste ihn durch die Leute hindurch zu sich. Ein grosses Hallo, als er begrüsst wurde, er wurde umarmt, mit Handschlag begrüsst, er war willkommen. Marco hatte noch einen anderen Jungen dabei, der - glaube ich - kaum Ahnung von Hockey hatte. Marco meinte irgendwas von: "... jetz verschtaasch dänn, wie geil dases isch daa."
Ich glaube, darum geht es oftmals bei der ganzen Geschichte, wie jemand rechtsextrem (oder was weiss ich nicht alles) wird: Man gehört dazu, man ist jemand.
In der zweiten Drittelspause setzten wir uns hin und plötzlich gab es grosse Bewegung in die Menschenmenge bei uns in der Gastkurve. Viele Jungs im Alter der oben beschriebenen rannten hinaus, mindestens zwei Drittel aller Jungs verschwanden plötzlich. Irgendwann kam einer herein und meinte, draussen ginge die grosse Schlägerei ab...
Das letzte Drittel erlebte ich eher vom beobachtenden Standpunkt aus. Ich sah diese jungen Leute, die alles gaben, um eine Mannschaft anzufeuern. Sie waren leidenschaftlich, mit ganzer Seele dabei. Da kam mir die Aussage eines Kollegen in den Sinn, der jetzt an unserem alten Ort arbeitet. "Wenn die Männer anfangen, Gott mit ganzer Seele anzubeten, dann wird es für Satan gefährlich." Damals dachte ich, jaja, reicht ja nicht, wenn die Frauen das tun, scho guet.
Heute denke ich, dass er wohl recht hatte. In einem anderen Zusammenhang las ich mal (es ging um Ernährung), dass Männer in Sachen Ernährung, wenn es sie mal gepackt hat, viel strenger, fast sektiererisch werden.

Ich denke, darin liegt eine Art Geheimnis... das könnte man ja durchaus auch positiv polen.
13.10.07 17:15


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