gehende Gedanken - Gedankengänge
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neuer Job...

Jetzt bin ich also in offizieller Weise Hausfrau. Offizieller als noch am alten Ort.
Es ist, wie ich es geahnt hatte: Ich startete diese Woche positiv. Es ging mir gut, ich war locker, auch, was meine neue Aufgabe betrifft. Montag war gut, Dienstag auch. Ich war zufrieden und hatte auch einiges gearbeitet und erledigt (nebenbei hatte es auch sehr gut geklappt mit Jan unterhalten, versorgen, zufriedenstellen ). Mittwoch war schwierig, hatte schlechte Laune und war unzufrieden. Mochte meinen Sohn kaum mehr sehen. Donnerstag war nicht viel besser. Am Abend, als ich Brot holen ging, musste ich mit dem Fahrrad noch eine Zusatzschlaufe in die Rebberge machen. Zum Glück nieselte und windete es recht stark, so mischte sich alles mit meinem Geheul...
Neuanfänge sind bei mir oft so. Die Fragen, die ich mir stelle: Ist mein Problem, dass ich grundsätzlich unterfordert bin oder etwas anderes möchte? Ist mein Problem, dass etwas Neues angefangen hat, das noch nicht so richtig Hand und Fuss hat? Bin ich einfach in meinen Tiefen melancholisch veranlagt? Gäbe es Wege, das zu umgehen, weniger schlimm zu machen oder gar zu verbessern?

Es ist natürlich schwierig: Nach einem Tag Hausarbeit bin ich erschöpft und dennoch nicht wirklich erfüllt, weil ich geistig nicht grosse Sprünge tun musste / durfte. Vielleicht. Ach.
Vielleicht hätte ich das auch in einem anderen Job.

great...

Aber ich ertappe mich schon dabei, wie ich Dani beneide, dass er wieder arbeiten gehen darf, während ich mich um Jan und den Haushalt kümmern muss.
Wünsche mir für diesen neuen Start, dass ich Aufgaben finde, die mich erfüllen und herausfordern. Nicht nur auf Hausfrauenniveau. (UPS! Darf ich sowas sagen?!)
7.9.07 14:22


alles anders...

soeben hatte ich besuch von einer lieben freundin. hab ihr das alles mal erzählt, was sehr gut getan hat.
Jetzt sehe ich das alles auch wieder von einer etwas grösseren Distanz. Ich bin ja immer noch im Umbruch. Es hat sich alles verändert, aber es ist noch nicht vorbei mit den Veränderungen, wir sind ja erst ein paar Wochen da. In der Gemeinde beginnt das Eingewöhnen erst! Stimmt ja. Da wird es wohl noch die eine oder andere Aufgabe / Herausforderung geben.
7.9.07 16:23


gemeinschaft

habe mir letzthin mal gedanken über "unsere art", jugendarbeit zu machen, gedanken gemacht... eigentlich kam das ganze davon, dass wir an einem jugendevent im juni als seelsorgehauptverantwortliche teilgenommen hatten. das programm des anlasses selbst war riesig. die show war super und sehr aufwändig. ein auswärtiger machte dann im vorbereitungscamp eine bemerkung, die mich nicht mehr losliess. er meinte auch, dass es ein extrem gross angelegtes programm sei und meinte: "... und das in der zeit, in der emerging church und postmoderne gottesdienste im kommen sind. - naja, sieht so aus, als wäre die schweiz damit wieder einmal etwas später..."

ich habe mich daraufhin gefragt, ob die schweiz nicht an sich auch etwas später ist. ich meine, die leute in der ch lassen sich heute noch von grossen, aufwändigen gottesdiensten beeindrucken. in den grösseren städten kann es sein, dass es schon einen gegentrend gibt, doch so auf dem land...?! oder ist es möglich, einen sprung zu machen? das heisst, jetzt schon postmoderne angebote zu machen und damit vielleicht den neuen trend zu setzen? kann man das überhaupt, wenn man selber anders aufgewachsen ist?!

deshalb ist es wahrscheinlich gut, sich zuerst diese gedanken (oben angesprochen) zu machen. ich bin mir manchmal nicht sicher, ob unsere jugendarbeit, egal ob viel oder nicht so viel programm, nicht in gefahr steht, trotzdem vor lauter methode am ziel vorbei zu schiessen. paulus hatte kein programm. jesus in diesem sinne auch nicht.
für die christen zur zeit der apostel (so kommt es mir jedenfalls vor) war das grösste, schönste, genialste am glauben, dass man gemeinschaft lebte und pflegte. aber halt anders, als wir uns das vorstellen, so in der kleingruppe und that's it. die teilten alles. unvorstellbar für uns. nicht? das wollen wir christen ja gar nicht. wäre viel zu krass. das badezimmer die ganze zeit mit jemandem teilen, den ich von der gemeinde kenne... aber auch das ist es ja nicht. die kannten sich ja und hatten wahrscheinlich auch eine andere vorstellung vom "geschwister sein".
in bosnien hatte uns der leiter der arbeit dort gesagt, dass ihr sonntagsgottesdienst vor allem aus gemeinschaft bestehe, nicht aus lehre. das war mir fremd. wir assen zusammen mit den anderen zu mittag und der eine oder andere erzählte, wie es ihm in der vergangenen woche ergangen war. vielleicht wurde zusammen gebetet, vielleicht sang man lieder zusammen.

es gibt mir zu denken, dass wir bei uns auch in den kleingruppen nicht wirklich ehrlich sind zueinander, oder dass dieser abend von den einen als fromme pflichtübung abgehandelt wird. da ginge ich lieber nicht in eine kleingruppe, als so. ich habe aber auch schon erlebt, wie lebendige kleingruppen funktionieren.
ich merke, dass wir einander in der gemeinde aber oftmals auch nicht mehr sorge tragen. ich glaube, dass gerade ältere personen das recht haben, sogar vielleicht die pflicht, jüngere auf einen mangel oder so hinzuweisen. ich würde mir wünschen, dass sich die älteren generationen um die jüngeren kümmern würden und vielleicht auch einmal ein gespräch mit jemandem suchen würden, der sich absetzen will oder von dem man weiss, wo sein problem liegt.

vom alten rom gibt es aufzeichnungen (weltliche), die von der sekte der christen berichtet. es wird erwähnt, dass sie sich in aller frühe am morgen in kleineren oder grösseren gruppen trafen und ein friedliches treffen abhielten. sie sangen lieder zusammen. so weit die quellen. friedliches treffen. frühmorgens lieder singen. gruppe von christen.
offenbar ist das den römern aufgefallen und war irgendwie besonders für sie.
ich wünsche mir auch, dass wir in der gesellschaft auffallen durch friedliches zusammenkommen. aber damit das klappt, müssen wir ehrliche tiefe gemeinschaft pflegen untereinander, dann müsste es eigentlich automatisch eine resonanz geben.
8.9.07 18:03


schön...

habe eine dusche genommen, gestillt, den kleinen nochmals ins bett gelegt, mit dani zusammen gefrühstückt und in diesem buch gelesen, von dem ich immer den namen vergesse...
jetzt schläft der kleine immer noch (wahrscheinlich nicht mehr lange...) und ich habe noch einige momente ruhe vor dem sturm.

dafür lohnt es sich, etwas früher aufzustehen, finde ich. es gibt mir reserve für einen allenfalls anstrengenden tag mit jan. manchmal verliere ich echt die nerven, wenn er zum beispiel beim essen plötzlich zu schreien (ja, zu schreien) beginnt, einfach so, aus mir nicht erklärlichen gründen. er isst eigentlich für sein leben gern!

es ist ein wunderschöner herbsttag und hier im klettgau kommt das besonders schön zur geltung. die sonne wirkt sehr golden und der himmel ist noch ein bisschen wolkig, aber weit oben. das gibt einen super kontrast. schön...
11.9.07 08:34


transparenz...

Nächsten Dienstag haben wir Gemeindeabend. Dort werde ich über meine Behinderung berichten, weil wir fanden, es sei vielleicht gut, wenn die Leute Bescheid wüssten über mein Handicap. Im Moment ist es bei mir ein Thema, das wieder verstärkt Platz in meinen Gedanken einnimmt. Letzten Sonntag wurde ich gefragt, ob ich auch mal käme, zum "herbschte". Da sagte ich, dass ich dieses Rückenleiden habe (ich sagte es wohl etwas zu "casually", denn die Reaktion war: "Also isch jetz das en Scherz?"). Da meinte jemand anders, es gäbe auch Arbeiten, bei denen man nur stehen und ablesen müsse, schwere Dinge herumtragen müsse nicht jeder. Nur: Ich kann auch nicht lange so stehen. Und vor allem habe ich Mühe, am Hang einen sicheren Stand zu haben.
Ich finde es sehr schwierig im Moment... es tut mir auch fest weh, wenn ich immer wieder sagen muss: "Das geht auch nicht...", "das sollte ich eben auch nicht." Gestern kam jemand von der Gemeinde zufällig vorbei und sah, dass wir einige Birnen am Stamm einfach verfaulen lassen (diejenigen, die hinuntergefallen sind - ich habe schon SO viele abgelesen!) und machte dazu eine Bemerkung. Ich liess mich auch dadurch stark verunsichern. Ach. Ach.
Ich glaube, dass es gut ist, dass die Gemeinde nachher Bescheid weiss. Oftmals kann es zwar dann auch passieren, dass die einen denken: Das habe ich ja auch, das ist ja nicht so schlimm... wie erkläre ich es gut, ohne dabei zu viel zu erzählen? Es könnte auch so zu Missverständnissen kommen. Vielleicht denken dann alle, ich wolle ihr Mitleid oder ähnlich... Ich will einfach nur Transparenz.

Der Unfall hat mich viel kleiner gemacht, und jetzt an einem neuen Ort zu beginnen ist noch schwieriger. Ich bin mir bewusst, dass verschiedene Leute verschiedene Erwartungen haben und dass ich die nicht erfüllen muss, aber so in der Praxis finde ich das enorm schwierig. Und ich bin so müde...
14.9.07 11:20


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